Handball Chronik - TSV Knittlingen

Bereits früh, in den fünfziger Jahren, gab es bereits einmal für kurze Zeit eine Feldhandballmann-schaft, u.a. mit dem heutigen Ehrenvorsitzenden Erwin Braun. Diese Mannschaft  konnte sich aber nicht etablieren. Der Bau der Sporthalle im Jahre 1980 war für den TSV Knittlingen gleichzeitig der Einstieg in die Sportart Hallenhandball. Die ehemaligen Brettener Handballer Albert Hackenjos, Gerhard Hackenjos und Roland Goppelsröder, allesamt von Bretten nach Knittlingen gezogen, waren zunächst die Initiatoren für einen Handballstart. Sehr früh kam dann auch mit Dieter Jarzambek ein Abteilungsleiter dazu, der dieser Sportart einen großen Schub gab. 1984 holte der TSV Knittlingen dann mit dem ehemaligen Brettener Spieler, Jürgen Mössner, einen ausgebildeten Handballlehrer. Schnell stellten sich dann Erfolge ein. Es gelang der Aufstieg von der 3. Kreisliga in die 2. Kreisliga und ein Jahr später dann auch noch der Aufstieg in die 1. Kreisliga. Plötzlich war man im Handballkreis Pforzheim etabliert. Man kämpfte gegen die alteingesessenen Pforzheimer Teams, wie Brötzingen, Birkenfeld, Neuenbürg, TGS Pforzheim, Eutingen, 88 Pforzheim usw.

Da zu diesem Zeitpunkt die Jugendarbeit noch etwas in den Kinderschuhen steckte, war man auch immer wieder auf Spieler aus der Region angewiesen, Namen wie Uwe Zipf, Claus Habermann, Thomas Loes, Wolfgang Wilhelm sind allen noch bestens bekannt. Als Trainer Jürgen Mössner dann dem Ruf nach Bretten folgte, waren Trainer Ast aus Pforzheim und dann auch Martin Günthner aus Ispringen die Nachfolger. Knittlingen stieg wieder in die zweite Kreisliga ab. Inzwischen kamen im Bereich Jugend Heinz Gerlach und bei den Männern Uli Knapp als Spielwart zum TSV. Uli Knapp war es dann auch, der Jürgen Mössner aus der Landesliga wieder nach Knittlingen zurückholte. Mit ihm kam dann auch der Erfolg zurück. Knittlingen stieg wieder in die 1. Kreisliga und später sogar in die Landesliga auf. Knittlinger Spieler, die diese Erfolgsstory begleiteten waren u.a. Klaus Kunzmann Georg Zitsch, Lars Goppelsröder und Frank Mössner.

Auf Knittlinger Seite hat man dann erkennen müssen, dass die Landesliga die Grenze des Machbaren ist. Katastrophale Trainingsbedingungen für den Unterbau, die Jugendarbeit, waren nicht landesligatauglich. Man musste den Weg zurück in die 1. Kreisliga gehen. Drei Jahre danach 2000 dann wieder der Aufstieg in die Landesliga. Nach zwei Jahren im Oberhaus ging auch dieses Mal der Weg zurück in die 1. Kreisliga. Die Trainer in dieser Zeit hießen Werner Rapp und Jogi Utz. Im Jahr 2005 kam dann als ÜL Medo Ganic aus Kronau nach Knittlingen, mit ihm wurde man dreimal Vizemeister und verpasste jeweils knapp den Wiederaufstieg.  In den Jahren 2004 und 2005 musste die TSV Handballabteilung zwei schwere Verluste wegstecken. Erst verstarb Jugendleiter Roland Goppelsröder und im Jahr danach auch noch der langjährige Abteilungsleiter Dieter Jarzambek.

Nach zweijähriger Vakanz in der Abteilungsführung übernahm Werner Vetter, eine ehemaliger Hemminger Handballtorwart und Hemminger Handballabteilungsleiter, den Posten des TSV – Handballabteilungsleiter. Er verpflichtete in der Saison 2008/9 mit Markus Elsner ein Ex-Zweitligaspieler aus Durmersheim. Unter der Regie von Markus Elsner wurde auf Anhieb, verlustpunktfrei, die Meisterschaft und die Rückkehr in die Landesliga erreicht. Auch in der Jugendarbeit hat der Verein deutlich aufgeholt. In den Mannschaften der A – und B – Jugend stehen heute hoffnungsvolle Talente. Die Handballabteilung ist heute deutlich besser aufgestellt.

Das größte Problem in allen Bereichen ist aber auch heute noch, der fehlende Sportraum. Solange die erste Mannschaft nur zweimal die Woche und die Jugendmannschaften nur einmal die Woche trainieren können, sind dem Handball in Knittlingen die Grenzen vorgegeben. Man kann sagen, man ist damit nicht wettbewerbsfähig.